Der Rubin – Roter Edelstein aus der Korund-Gruppe

Dienstag, 16. Juni 2009

Wegen seiner roten Farbe (lat. “rubens”) hat der Rubin seinen Namen bekommen. Es gibt zwei Farbvarianten des Korundes, der rote Rubin und der blaue Saphir, die für die Schmuckherstellung verwendet werden. Der Rubin ist nach dem Diamant der zweithärteste Edelstein. Er hat die Mohshärte 9 (der Diamant hat 10). Der Rubin gehört zu den teuersten Edelsteinen.

Der Rubin Rohstein macht auf seinen Betrachter einen fettigen und stumpfen Eindruck. Wird dieser Edelstein dann aber geschliffen, zeigt er ein Feuer und Funkeln fast wie ein Diamant. Die begehrteste Farbe eines Rubins ist die so genannte Taubenblutfarbe. Dies ist ein kräftiges reines Rot mit einem leichten Stich ins Bläuliche. Die Substanz, die dem Rubin die Farbe gibt ist Chrom. Nur wenige wirklich gute Rubine sind klar, die meisten haben Einschlüsse, die jedoch als Echtheitsnachweis dienen, denn der Rubin wird sehr oft synthetisch hergestellt.

Um qualitativ schlechte Rubine aufzuwerten, wird der Rubin gebrannt oder auch nachgefärbt, damit die Farbintensität verbessert wird. Nachgefärbte Rubine können später beim Tragen auf die Haut der Trägerin abfärben, sie hinterlassen dann einen rosa Fleck.

Der größte schleifwürdige Rubin, der je gefunden wurde, wog etwa 400 Karat. Er wurde in drei Teile geteilt. Einer der berühmtesten Rubine ist der Edward-Rubin mit einem Gewicht von 167 Karat. Viele Rubine, die auch in Kronjuwelen eingesetzt wurden, entpuppten sich bei späteren Untersuchungen als rote Spinelle.

Thema: Edelsteine

Der Smaragd – grüner Edelstein aus der Beryll-Gruppe

Dienstag, 16. Juni 2009

Nicht alle Berylle können als Edelsteine genutzt werden. Einer der schönsten und geheimnisvoll wirkenden Edelsteine der Beryll-Gruppe ist der Smaragd. Schon die Königin Cleopatra besaß Smaragd-Minen, in denen sie von ihren Sklaven Smaragde von unermeßlichem Wert abbauen ließ.

Die grüne Farbe erhält der Smaragd vom Metall Chrom, sein Name kommt aus dem Griechischen (smaragdos) und bedeutet “grüner Stein”. Sein Grün ist so einzigartig, dass danach eine eigenständige Farbe, das Smaragdgrün, benannt wurde. Die Qualität eines Smaragdes erkennt man an seiner intensiven grünen Farbe und an seiner Durchsichtigkeit, die nur bei den allerbesten Smaragden vorhanden ist. Meist ist der Smaragd durch Einschlüsse getrübt, dies ist ein Zeichen seiner Echtheit, denn der Smaragd wird oft synthetisch hergestellt und es gibt viele Fälschungen auf dem Edelsteinmarkt. Eine wichtige Hilfe, um echte Smaragde von Synthesen zu unterscheiden ist eine Lampe mit kurzwelligem UV-Licht. Natürliche Smaragde lassen das UV-Licht nicht durch, synthetische Smaragde sind dagegen für kurzwelliges UV-Licht durchlässig.

Der Smaragd hat die Mohshärte 7,5 bis 8. Das bedeutet bei einer Skala von 1 (Talk) bis 10 (Diamant), dass der Smaragd zu den harten Edelsteinen gehört. Die schönsten Smaragde werden heute in Kolumbien gefunden, bereits die Inkas haben in den Minen von Muzo Smaragde gefördert. In der Wiener Schatzkammer existiert ein 12 cm hoher Salbenkrug. Er wurde aus einem einzigen Smaragd geschnitten und hat ein Gewicht von 2205 Karat.

Smaragdschmuck fasziniert durch die Intensität der Farbe und Colliers oder Ohrringe mit Smaragden bringen das Gesicht jeder Frau besonders gut zur Geltung. Smaragdringe sind ebenfalls sehr beliebt, oft werden Sie von kleinen Diamanten charmant umrahmt.

Thema: Edelsteine

Der Saphir – harter Edelstein der Korund-Gruppe

Dienstag, 16. Juni 2009

Als Rubin bezeichnet man alle roten Edelsteine der Korund-Gruppe, doch alle anderen Farben des Korunds  werden heute als Saphir bezeichnet. Früher kannte man unter dem Namen Saphir nur den blauen Saphir, alle anderen farbigen Saphire wurden mit teilweise irreführenden Namen belegt. Heute rechnet man alle farbigen, aber nicht roten Korunde zu den Saphiren. Sie haben zum Beispiel die Namen blauer Saphir, grüner Saphir und gelber Saphir. Der begehrte gelborange Saphir wird als Padparadscha Saphir bezeichnet, dies heißt so viel wie “König der Morgenröte”. Der weiße oder farblose Saphir wird aus Kostengründen gerne als Diamentenersatz verwendet.

Der blaue Saphir ist der beliebteste Saphir, ein leuchtendes Kornblumenblau wird als Farbe am meisten geschätzt. Die blaue Farbe entsteht durch den Gehalt von Eisen und Titan. Eine Besonderheit ist der Sternsaphir. Hier reflektieren kleine Titannadeln das Licht so, dass beim Cabochon-Schliff ein sechsstrahliger Stern auf der Oberfläche des Saphirs zu sehen ist. Der größte geschliffene blaue Sternsaphir ist der ”Stern von Indien“, er hat 536 Karat und befindet sich im American Museum of Natural History in New York.

Der Saphir und auch der begehrte Sternsaphir werden oft als Synthesen hergestellt. Auch Saphir-Dubletten sind auf dem Markt und wirken täuschend echt. Hier werden zwei verschiedene Schichten, zum Beispiel echte Saphire, synthetisch hergestellte Saphire oder Glas aufeinander geklebt.

Ob echte Saphire oder synthetischer Saphirschmuck - für jeden Geldbeutel gibt es wunderschöne Schmuckstücke mit Saphiren.

Thema: Edelsteine

Der Aquamarin – wasserblaue Varietät der Beryll-Gruppe

Dienstag, 16. Juni 2009

Schon der Name Aquamarin sagt viel über den Stein aus, er bedeutet “Wasser des Meeres” und so sieht dieser Edelstein auch aus. Sein helles Blau erinnert an die Farbe des Meeres, doch nicht alle Aquamarine haben diese Farbe von der Natur erhalten, sondern bei vielen Aquamarinen wurde durch Erhitzen des Edelsteines nachgeholfen. Auch durch Gamma- und Neutronenbestrahlung wird die Farbe der Aquamarine künstlich verbessert. Allerdings ist diese Farbe meist nicht beständig, sie verblasst im Laufe der Zeit.

In der brasilianischen Mine “Santa Maria” in Ceará werden besonders feine Aquamarine gefördert. Sie tragen deshalb auch den Namen Santa Maria Aquamarin. Die bedeutendsten Minen sind überall in Brasilien verteilt, dort werden auch die schönsten Aquamarine der Welt gefunden.

Als Maxix-Aquamarin bezeichnet man einen tiefblauen Aquamarin aus der Maxix-Mine in Brasilien, der vor Jahren immer wieder angeboten wurde. Allerdings war die Farbe nicht beständig, sie verblasste bereits bei Tageslicht, denn offensichtlich hatten diese tiefblauen Aquamarine ihre intensive Farbe nur durch Bestrahlung erreicht.

Die Qualitätsbezeichnung für ebenfalls qualitätiv hochwertige Aquamarine aus Mozambique wird mit Santa-Maria-Africana angegeben. Der größte Aquamarin in Edelsteinqualität der je gefunden wurde kam aus Brasilien. Er hatte ein Gewicht von 110,5 Kilogramm. Aus ihm wurden  Aquamarine für Schmuckstücke mit einem Edelsteingewicht von über 100.000 Karat geschliffen.

Aus dem Aquamarin – dessen Name bei der Farbe Aquamarinblau Pate stand – wird seit jeher schöner Schmuck gefertigt, besonders schön wirken aufeinander abgestimmte Halsketten mit passendem Armband und Ohrringen oder einem Ring mit Aquamarinen.

Thema: Edelsteine

Der Diamant ist der härteste Edelstein

Montag, 15. Juni 2009

Der Diamant ist der härteste Edelstein und auch das Härteste, was es auf der Welt gibt. Aus diesem Grund wird ein Diamant als unvergänglich und als König der Edelsteine bezeichnet. Ein Diamant kann man nur mit einem anderen Diamanten schleifen, schon seit dem Altertum wird er für Schmuckstücke verwendet.

Der Diamant kommt in verschieden natürlichen Farben vor. Die wohl bekannteste Farbe ist farblos, auch als weiß bezeichnet, aber er kann auch gelb, blau, rötlich und sogar grün oder schwarz getönt sein. Es werden weltweit Diamanten gefunden, jedoch liegen die wichtigsten Diamantenminen in Südafrika, Australien, Rußland und in China.

Der Diamant gilt auch heute noch als Wertanlage. Die Qualitätsbewertung geschliffener Diamanten richtet sich nach dem Gewicht in Karat (1 Karat sind 0,200 Gramm), dies wird auch als carat weight bezeichnet, der Reinheit (clarity), der Farbe (colour) und dem Schliff (cut). Die vier “C´s” eines Diamanten bestimmen somit seine Qualität. Um das Feuer eines Diamanten richtig zur Geltung zu bringen, wird ein qualitativ guter Diamant im Brillant-Schliff geschliffen. Dieser Brillant-Schliff hat in der Regel 57 Facetten und eventuell eine Kalette (Spitze), mittlerweile gibt es allerdings Brilliant Schlifftechniken mit über 140 Facetten (Princess-144-Schliff mit 146 Facetten).

Der größte geschliffene Diamant ist der Cullinan I, er wird auch  als Stern von Afrika bezeichnet. Er wiegt über 530 Karat und wurde aus dem größten, je gefundenen Rohdiamanten mit einem Gewicht von 3106 Karat heraus geschliffen. Der Cullinan I schmückt das Zepter der englischen Königsinsignien und wird im Londoner Tower aufbewahrt.

Der Diamant kann durch Bestrahlung in seiner Farbe verändert werden. Es gibt unzählige künstliche Diamanten, die unter anderem als Zirkonia bezeichnet werden.

Thema: Edelsteine