Was hilft gegen starke Schweissbildung
Montag, 15. Juni 2009 |
Mit dem Sommer kommt auch das Schwitzen. Eine gewisse Schweissbildung, besonders bei heißen Temperaturen ist normal und auch sinnvoll, aber es gibt Menschen, die sehr stark schwitzen und dann auch unangenehm riechen können. Unter den Achselhöhlen herrscht eine für Bakterien angenehme Temperatur. Aus diesem Grund vermehren sie sich hier besonders gut und sorgen für den unangenehmen Schweissgeruch. Verhindern lässt sich der Geruch mit regelmäßiger Körperhygiene und Deodorants, die verhindern, dass unangenehme Gerüche entstehen können.
Bei sehr starkem Schwitzen reichen die normalen Deos und Deosprays allerdings nicht aus. Besser wirken Mittel mit Aluminiumsalzen, sie können die Schweissporen regelrecht verschließen. Allerdings kann die Anwendung von stark wirkenden Aluminiumsalzen – dies können Aluminiumhydroxid oder Aluminiumhydrochlorid sein – die Haut irritieren, es kann zu Rötungen und Jucken kommen.
In Extremfällen können Gleichstrombäder starkes Schwitzen eindämmen. Diese Therapie nennt man Iontophorese. Bei starkem Achselschweiss kann auch Botox eingespritzt werden. Botox hat die Fähigkeit die Schweissproduktion zu blockieren. Allerdings hält die Wirkung höchstens ein Jahr lang an.
Durch einen operativen Eingriff, der so genannten Sympathektomie, wird der Nerv durchtrennt, der die Schweissproduktion steuert. Dieser Eingriff wird allerdings kaum unter der Achsel angewendet. Eine andere Möglichkeit ist das Absaugen der Schweissdrüsen. Außerdem gibt es Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylcholin, die ebenfalls gegen starkes Schwitzen eingesetzt werden können.

