Gicht: Richtige Ernährung hilft!

Dienstag, 16. Juni 2009 | 

Wenn sich Harnsäure in den Gelenken ablagert spricht man von Gicht. Woher aber stammt diese Harnsäure? Sie wird zum einen vom Körper selbst gebildet, weil sie ein körpereigenes Stoffwechselprodukt ist. Zum anderen wird Harnsäure durch die Nahrung aufgenommen. Ist die Konzentration der Harnsäure im Blut zu hoch – dies ist bei Werten über 7 mg pro 100 Milliliter Blut der Fall – ist sie nicht mehr vollständig löslich und kann deshalb im Gewebe abgelagert werden.

Die Ablagerung von Harnsäure geschieht vor allem in den Gelenken. Durch die kristalline Form der Harnsäure, die sich im Gewebe und in den Gelenken abgelagert hat, entstehen schmerzhafte Entzündungen, die als Gicht bezeichnet werden. Über- und Fehlernährung begünstigen die Gicht. Als im Krieg und in der Nachkriegszeit in Deutschland nur wenig Nahrung zur Verfügung stand, trat die Gicht kaum auf.

Wer an Gicht leidet sollte vor allem Fleisch- und Wurstwaren, besonders Innereien meiden. Aber auch Fisch, Spargel und Spinat enthalten viel Harnsäure und sollten von Gichtkranken nur gelegentlich gegessen werden. Statt dessen sollten Personen, die zu Gicht neigen, auf Kartoffeln, Brot, Gemüse, Obst und Milchprodukte zurück greifen.

Auf Alkohol sollten Patienten, die an Gicht leiden, ganz verzichten, denn Alkohol hemmt die Ausscheidung von Harnsäure. Sie kann deshalb nicht ausreichend über die Nieren ausgeschieden werden und lagert sich vermehrt im Gewebe und in den Gelenken ab. Extreme Diäten sollten Gicht-Patienten nicht durchführen, denn beim Fasten kommt es zur Ansäuerung des Blutes und die Gicht kann dadurch ausgelöst werden.

Falls ein Patient, der an Gicht leidet, abnehmen muss, sollte dies in Absprache mit dem Arzt geschehen.

Thema: Gesundheit