Der Aquamarin – wasserblaue Varietät der Beryll-Gruppe

Dienstag, 16. Juni 2009 | 

Schon der Name Aquamarin sagt viel über den Stein aus, er bedeutet “Wasser des Meeres” und so sieht dieser Edelstein auch aus. Sein helles Blau erinnert an die Farbe des Meeres, doch nicht alle Aquamarine haben diese Farbe von der Natur erhalten, sondern bei vielen Aquamarinen wurde durch Erhitzen des Edelsteines nachgeholfen. Auch durch Gamma- und Neutronenbestrahlung wird die Farbe der Aquamarine künstlich verbessert. Allerdings ist diese Farbe meist nicht beständig, sie verblasst im Laufe der Zeit.

In der brasilianischen Mine “Santa Maria” in Ceará werden besonders feine Aquamarine gefördert. Sie tragen deshalb auch den Namen Santa Maria Aquamarin. Die bedeutendsten Minen sind überall in Brasilien verteilt, dort werden auch die schönsten Aquamarine der Welt gefunden.

Als Maxix-Aquamarin bezeichnet man einen tiefblauen Aquamarin aus der Maxix-Mine in Brasilien, der vor Jahren immer wieder angeboten wurde. Allerdings war die Farbe nicht beständig, sie verblasste bereits bei Tageslicht, denn offensichtlich hatten diese tiefblauen Aquamarine ihre intensive Farbe nur durch Bestrahlung erreicht.

Die Qualitätsbezeichnung für ebenfalls qualitätiv hochwertige Aquamarine aus Mozambique wird mit Santa-Maria-Africana angegeben. Der größte Aquamarin in Edelsteinqualität der je gefunden wurde kam aus Brasilien. Er hatte ein Gewicht von 110,5 Kilogramm. Aus ihm wurden  Aquamarine für Schmuckstücke mit einem Edelsteingewicht von über 100.000 Karat geschliffen.

Aus dem Aquamarin – dessen Name bei der Farbe Aquamarinblau Pate stand – wird seit jeher schöner Schmuck gefertigt, besonders schön wirken aufeinander abgestimmte Halsketten mit passendem Armband und Ohrringen oder einem Ring mit Aquamarinen.

Thema: Edelsteine