Beamtenkredite – Günstige Finanzierungen für Staatsdiener
Donnerstag, 15. Dezember 2011 |
Kredite sind für die Bankenwirtschaft ein erstklassiges Geschäft – sofern sie vollständig zurückbezahlt werden. Deshalb schaut sich eine Bank die wirtschaftlichen Verhältnisse eines Kunden sehr genau an, bevor sie einen Kredit gewährt. Der ideale Kreditnehmer verfügt über eine sichere Festanstellung mit überdurchschnittlichem Einkommen und lebt in geregelten wirtschaftlichen Verhältnissen. Keine andere Berufsgruppe kommt diesem Idealtypus so nahe, wie die Beamten. Ihr Arbeitsplatz bei Vater Staat ist beinahe unkündbar und ihr Einkommen liegt über dem allgemeinen Durchschnitt. Solche Kunden sind als Kreditnehmer begehrt, für sie wurde eigens der Beamtenkredit geschaffen, ein extrem günstiges Darlehen, das jeder Beamte bei Bedarf für sich nutzen sollte.
Wodurch unterscheiden sich Beamtenkredite von anderen Darlehen?
Eine hohe Bonität wird in der Kreditwirtschaft stets mit besonders guten Konditionen belohnt. Beim Beamtenkredit macht sich das durch die Möglichkeit bemerkbar vergleichsweise hohe Kreditbeträge zu langen Laufzeiten aufnehmen zu können. Den Maßstab für die maximale Kredithöhe bildet das monatliche Netto-Einkommen des Kreditnehmers, in der Praxis wird das 20 bis 24fache dieser Summe als Beamtenkredit vergeben. Der Kreditzins bewegt sich auf einem niedrigen Niveau, das gewöhnliche Ratenkredite nicht bieten können. Der größte und wichtigste Unterschied liegt aber in der Verknüpfung des Kredits mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung. Diese Kombination bringt dem Kreditnehmer geldwerte Vorteile, wie sich bei der Tilgung zeigt.
Wie werden Beamtenkredite getilgt?
Der gewöhnliche Ratenkredit wird durch monatliche Raten getilgt, bis der Kreditbetrag inklusive des Zinsanteils zurück gezahlt wurde. Beamtenkredite funktionieren anders, bei ihnen zahlen die Kreditnehmer Monat für Monat Beiträge in eine Kapitallebensversicherung ein. Diese wird zusammen mit dem Kredit abgeschlossen und ähnelt diesem im Hinblick auf Höhe und Laufzeit. Die Kapitallebensversicherung ist eine Art Sparschwein, das regelmäßig befüllt und am Laufzeitende geschlachtet wird. Der Ertrag fließt dann als Tilgung in den Kreditvertrag. Da die einbezahlten Versicherungsbeiträge Gewinne erwirtschaften, sinkt unterm Strich die finanzielle Belastung für den Kreditnehmer.

